Basisvorhaben B3 – "Konstruktionsgrundsätze, Sicherheits- und Bemessungskonzepte sowie standardisierte Prüfmethoden für Carbonbeton"

Im Basisvorhaben B3 „Konstruktionsgrundsätze, Sicherheits- und Bemessungskonzepte sowie standardisierte Prüfmethoden für Carbonbeton“ entwickelt die Forschungsgruppe C3-Konstruktionsprinzipien für die Anwendungen der Zukunft sowie standardisierte Prüfmethoden für Carbonbeton , dabei fließen auch Know-how und Kenntnisse aus Nachbardisziplinen wie der Kunststofftechnik in die Forschungsarbeit zum neuen Verbundwerkstoff Carbonbeton mit ein.

Eines der drei Gesamtziele des Basisvorhabens 3 ist die „Entwicklung materialeffizienter Konstruktionsprinzipien für Carbonbeton und Ableitung von Anwendungsbereichen mit Bewertung der Nachhaltigkeit und des Marktpotentials“. Mit dem hier beantragten Teilprojekt wird ein wichtiger Beitrag zur Erreichung dieses Zieles geleistet, indem Anwendungen von C³ dargestellt werden und die Potentiale der neuen Anwendungen aus technischer Sicht zusammengetragen werden. Weiterhin wird zur Entwicklung von Konstruktionsgrundsätzen für Carbonbeton beigetragen, hierzu werden Erkenntnisse zu Versagensmechanismen zusammengestellt sowie die Betrachtung von den Konstruktionsgrundsätzen in einschaligen Bauteilen vorgenommen.

Mit dem Teilvorhaben werden folgende Teilziele zur Entwicklung neuer, nachhaltiger Anwendungsbereiche und Konstruktionsgrundsätze für C³ und fokussiert:

  • Zusammenstellung von Anwendungen für C³ aus Stahlbetonbau und Textilbetonbau
  • Technisch-mechanische Prüfung der Verwendbarkeit von C³ für die vorgeschlagenen Anwendungen des AS 1.1
  • Aufbau von Kenntnissen zu Versagensmechanismen für C³ durch Einbringen der Kenntnisse aus verwandten Disziplinen (Stahlbeton, Textilbeton, faserverstärkte Kunststoffe)
  • Entwicklung eines Konstruktionsprinzipienkatalogs für C³ basierend auf klassischen Prinzipien (Stahlbeton, Textilbeton, faserverstärkte Kunststoffe) und neuen Prinzipien (z. B. Bionik)

Je nach Anwendungsfall (Neubau, Verstärkung, Instandsetzung) und Belastung (ruhend oder nicht vorwiegend ruhend) werden Erkenntnisse zusammengetragen und neu erarbeitet. Aufbauend auf den Ergebnissen des Teilprojektes kann die Materialentwicklung weiter optimiert und anwendungsbezogen angepasst werden. Im Vorhaben werden Grundlagen gelegt, um in Anschlussvorhaben für potentielle Anwendungen angepasste baukonstruktive Lösungen zu entwickeln.

Weiteres Ziel im Teilvorhabens ist, mit den Partnern innerhalb des Basisprojektes 3 und auch den Partnern der anderen Basisprojekte in thematisch verwandten Bereichen eng zusammenzuarbeiten, um durch den Wissensaustausch bessere Ergebnisse erzielen zu können und durch das einfließen lassen eigener Kompetenzen in das Gesamtprojekt, an dessen erfolgreichem Verlauf teilzuhaben.