Energie im Leipziger Süden: Braunkohle, Solar und Strukturwandel
Die Exkursion verband zwei sehr unterschiedliche, aber unmittelbar zusammenhängende Stationen der regionalen Energiegeschichte: den Energiepark Witznitz als Beispiel für die Energiewende auf Bergbaufolgeland und den aktiven Tagebau Vereinigtes Schleenhain als Symbol der fossilen Gegenwart – mit Blick auf die Transformationsperspektiven der Region.
Station 1: Energiepark Witznitz – Erneuerbare Energie auf ehemaliger Tagebaufläche
Im Energiepark Witznitz führten wir eine eigenorganisierte Begehung der Anlage durch. Im Fokus standen Dimension, Flächennutzung und Systemfragen der Stromerzeugung: Der Solarpark erstreckt sich über rund 500 Hektar und wird mit 650 MW Leistung und über 1,1 Mio. Modulen als ein sehr großes PV-Freiflächenprojekt auf ehemaligen Bergbauflächen beschrieben.
Daran anschließend diskutierten wir, welche Rolle solche Anlagen für die zukünftige Energieversorgung spielen können – insbesondere im Zusammenspiel mit Netz, Flexibilität, Speichern und Akzeptanz in der Bevölkerung.
Station 2: Tagebau Vereinigtes Schleenhain – Braunkohle, Infrastruktur und Zukunft der Region
Anschließend besuchten wir den Aussichtspunkt am Tagebau Vereinigtes Schleenhain und führten auch dort eine selbst organisierte Besichtigung durch. Der Tagebau liegt im Leipziger Südraum und umfasst mehrere Abbaufelder; die Braunkohle wird überwiegend mit Großgerätetechnik gewonnen und über eine Bandanlage direkt an das Kraftwerk Lippendorf geliefert, das Strom und Fernwärme für die öffentliche Versorgung erzeugt.
Vor Ort sprachen wir über die historische Bedeutung der Braunkohle im Mitteldeutschen Revier, über die verbundenen Eingriffe in Landschaft und Siedlungsstruktur – und darüber, welche Entwicklungen (Rekultivierung, neue Nutzungen, Strukturwandel) die Region künftig prägen werden.
Projektarbeiten der Studierenden
Podcast zum Energiepark Witznitz von Emy-Lina Kaufmann und Zoe Kamrath
